Lottie besucht das Ehrenamt: der ASB Regionalverband Ostholstein

eingestellt von Sparkasse Holstein am 8. November 2018 | Kategorie: Allgemein

Lottie besucht das Ehrenamt: der ASB Regionalverband Ostholstein

Wie die Zeit vergeht! Es läuft bereits die dritte Woche unserer Aktion „Hilfe für die Helfer“. Im Rahmen der Aktion verlosen wir 25 x 1.120 Euro an die Ehrenamtlichen, die sich in unserem Geschäftsgebiet im Sanitätsdienst im Notfalleinsatz engagieren.

Die Fördersumme stammt aus dem Zweckertrag des Los-Sparens. Daher reist das Los-Spar-Maskottchen Lottie in den vier Aktionswochen quer durch die Region und besucht die Helfer vor Ort. Heute geht es für sie hoch in den Norden zum ASB in Heiligenhafen.

 

 

Im Einsatz für ganz Ostholstein

 

Ein bisschen aufgeregt bin ich schon. Denn heute besuche ich Michael Mohr vom ASB in Heiligenhafen. Ihr kennt Michael auch schon, auch wenn ihr das vielleicht noch nicht wisst. Michael ist nämlich eines der Kampagnengesichter unserer Aktion „Hilfe für die Helfer“. Zum Kampagnen-Fotoshooting auf dem Bungsberg hatte er ein riesiges Katastrophenschutz-Fahrzeug mitgebracht. Das darf ich mir heute genauer ansehen. Und darum bin ich aufgeregt.

Michael erwartet mich bereits in der Unterkunft des ASB in Heiligenhafen. Wusstet ihr übrigens, dass der ASB Heiligenhafen streng genommen gar nicht der ASB Heiligenhafen ist? Klingt ein bisschen verwirrend, ich weiß. Seit 2014 ist sind die Heiligenhafener ASBler aber ein Regionalverband und damit der Hauptsitz für den ASB in ganz Ostholstein. Insgesamt gibt es acht Regionalverbände in Schleswig-Holstein. Über den Regionalverbänden stehen die Landesverbände und darüber der Bundesverband.

Der ASB in Heiligenhafen war auch nicht immer ASB. Erst 1969 ist er aus dem ehrenamtlichen „Zivilschutz“ hervorgegangen. Die ersten Rettungswagen des Zivilschutzes haben die Helfer damals von ihrem Zuhause aus besetzt. Eine wirklich starke Leistung, wie ich finde!

 

 

Von spannenden Aufgaben und technischen Helfern

 

Heute sind beim ASB in Heiligenhafen ca. 70 ehrenamtliche Helfer aktiv. Hinzu kommen etwa 130 Hauptamtliche sowie 40 Jugendliche. Ich frage Michael nach den Aufgaben, die die Ehrenamtlichen hier übernehmen, und habe den Eindruck, dass er gar nicht mehr aufhört aufzuzählen:  Schnelle Einsatzgruppe, Katastrophenschutz, SAN-Führungsgruppe, Betreuungsgruppe, Jugendarbeit, Besuchshundedienst, Drohnengruppe… STOPP! Drohnengruppe? Das ist ja spannend! „Kann ich so eine Drohne mal sehen?“, frage ich Michael. „Ja klar!“ Diese Antwort wollte ich hören.

 

Ich bin wirklich beeindruckt von diesem technischen Helfer. Natürlich frage ich auch, wofür die Drohnen denn eingesetzt werden. „Wir nutzen sie hauptsächlich für die Personensuche und um uns bei Großschadenslagen einen  Überblick zu verschaffen“, erklärt Michael. Das Drohnenteam ist das erste im ASB-Landesverband Schleswig-Holstein. Seit März dieses Jahres ist es bei der Rettungsleitstelle gemeldet und kann für Einsätze angefordert werden.

Und da wir nun einmal draußen sind, hat Michael auch gleich das große Katastrophenschutz-Fahrzeug rausgefahren. Ich nehme auf dem Beifahrersitz und auf der Trage Platz und bin beeindruckt von der Größe und davon, was alles in dem Fahrzeug drin steckt.

 

 

Der Wünschewagen: Ein Projekt, das ans Herz geht

 

Aber ich hatte Michael vorhin unterbrochen. Dabei fehlte in der Aufzählung der Aufgaben ein ganz wichtiges Projekt, das Ehrenamtliche des ASB in Heiligenhafen unterstützen. Die Rede ist vom Wünschewagen des ASB Schleswig-Holstein. Der Wünschewagen ist ein umgebauter Rettungswagen. Mit seiner Hilfe ermöglicht das ASB schwerkranken Menschen die Erfüllung ihrer letzten Wünsche. Unbürokratisch und so zeitnah wie möglich bringt der Wünschewagen die Fahrgäste an ihr Wunschziel – zum Beispiel ans Meer, an einen Ort ihrer Kindheit, zu einem Familienfest oder ein letztes Mal in „ihr“ Fußballstadion. Während der Reise werden die Patienten medizinisch betreut und auch Angehörige können dabei sein. Dieses  Projekt geht wirklich ans Herz. Es ist toll, dass es Menschen gibt, die mit viel Engagement solche letzten Herzenswünsche wahr werden lassen.

 

 

Michael: seit 1992 für den ASB engagiert

 

Apropos viel Engagement: Das bringt auch Michael mit. Seit 1992 ist er beim ASB in Heiligenhafen aktiv.  In dieser Zeit hat er fast jeden Posten einmal kennengelernt. Mittlerweile ist er stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Regionalverbandes, Einsatzleiter der Schnellen Einsatzgruppe und Gruppenführer Sanitätsgruppe beim Katastrophenschutz. „Das ist doch sicher sehr zeitaufwändig“, staune ich. „Vom Arbeitsaufwand her kann man das tatsächlich schon fast mit einem Vollzeit-Job vergleichen“, stimmt er zu. „Aber es macht Spaß und die Zeit ist gut investiert.“

Menschen zu helfen, ist Michaels größte Motivation. Auch hauptberuflich ist er im medizinischen Bereich tätig. „Es ist toll, mein Wissen in mein Ehrenamt einbringen zu können und ein so sinnvolles Hobby zu haben. Schön wäre es allerdings, wenn sich noch viel mehr Menschen für eine Tätigkeit im Sanitätsdienst und Notfalleinsatz interessieren würden“, spricht er aber auch die Probleme in der Nachwuchsgewinnung an. Dass sein Hobby nicht nur sinnvoll, sondern auch sehr abwechslungsreich ist, darf ich kurze Zeit später erneut feststellen. Michael erklärt mir nämlich auch noch, wie ein Einsatz abläuft und welche Aufgaben ein Einsatzleiter hat.

 

 

„Das Gefühl, wenn etwas zurückkommt“

 

Was ihm als besonders schöne Erfahrung seiner ASB-Zeit in Erinnerung geblieben ist, möchte ich zum Schluss noch von Michael wissen. „Das Gefühl, wenn etwas zurückkommt“, antwortet er. „Nette Worte nach schlimmen Geschehnissen, Danksagungen, der Zusammenhalt der Menschen bei Großschadenslagen wie etwa dem Elbe-Hochwasser, bei dem auch wir unterstützt haben…“ Das kann ich mir gut vorstellen. Denn wenn man so unermüdlich im Einsatz ist, hat man jede Form von Dankbarkeit verdient. Auch mit unserer Aktion „Hilfe für die Helfer“ möchten wir daher DANKE sagen  und den Ehrenamtlichen von ASB, DRK, Johannitern  und Maltesern etwas zurückgeben.

Übrigens: Noch bis zum 18. November können alle Gruppen, die sich bei den vier genannten Organisationen ehrenamtlich im Sanitätsdienst oder Notfalleinsatz engagieren, bei unserer Aktion mitmachen. Bewerbungen sind online auf unserer Aktionsplattform möglich. Und damit verabschiede ich mich erst einmal aus Heiligenhafen. Ich bin gespannt, was ich bei meinem letzten Besuch des Ehrenamts erleben werde.

 

 

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