#GemeinsamAllemGewachsen – wir stellen die Unterstützung des Mittelstandes sicher

#GemeinsamAllemGewachsen – wir stellen die Unterstützung des Mittelstandes sicher

Die aktuelle Lage rund um das Corona-Virus und die damit verbundenen Einschränkungen haben große Auswirkungen auf viele Unternehmen in der Region. Auch für uns als Sparkasse entstehen dadurch ganz besondere Bedingungen. „Eine unserer Kernaufgaben ist es jetzt, die Unterstützung des Mittelstandes sicherzustellen – und das so kurzfristig und unkompliziert wie möglich“, betont unser Vorstandsvorsitzender Thomas Piehl. Und weiter: „Gerade jetzt sind wir für unsere rund 8.300 Mittelstandskunden da! Aktuell stehen wir mit vielen Kunden in engem Kontakt. Wir arbeiten unter Hochdruck daran, sie in dieser außergewöhnlichen Situation zu unterstützen und finanzielle Hilfen dahin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.“ Dabei setzen wir auf vier Säulen:

 

1. Mit 50 Beraterinnen und Beratern von Hamburg bis Fehmarn direkt erreichbar

Gerade in der aktuellen Situation ist der direkte Austausch zwischen Berater und Kunde wichtig. Thomas Piehl: „Deshalb sind wir mit unserem Mittelstandsteam mit gut 50 Beratern im Dauereinsatz. Unsere Kunden können ihre Beraterin oder ihren Berater auf direktem Weg kontaktieren und so in dieser besonderen Situation mit einer Person sprechen, die sie kennen. Das gibt Vertrauen. Wir haben sämtliche Vorkehrungen getroffen, um auch im Fall der Fälle erreichbar zu bleiben und handlungsfähig zu sein.“ Dabei sei es momentan am besten, miteinander zu telefonieren und die digitalen Services zu nutzen, betont er. „Und wenn wir uns persönlich treffen, dann natürlich mit dem empfohlenen Abstand.“

 

2. Schnellprozess ermöglicht kurzfristige Kreditzusagen

Wir stehen eng an der Seite unserer gewerblichen Kunden für die kurzfristige Schließung von Liquiditätslücken z.B. über Betriebsmittelfinanzierungen. Die benötigten Formalitäten haben wir dabei auf das Mindestmaß heruntergefahren. „Bereits vorletzte Woche haben wir einen Schnellprozess aufgesetzt, der sich genau an den Förderprogrammen orientiert. Die ersten Liquiditätshilfen sind ausgezahlt“, so Thomas Piehl.

Für die individuelle Kreditentscheidung benötigen wir aktuell nur ein Mindestmaß an Unterlagen und Informationen. In unserer Internetfiliale stellen wir eine Checkliste zur Verfügung, aus der die benötigten Unterlagen hervorgehen.

„Eine gute Vorbereitung, Vollständigkeit und die elektronische Zusendung der Unterlagen erleichtern den Kundenberatern die zügige Bearbeitung des jeweiligen Anliegens“ betont Piehl. Daher empfehlen wir, sich im Vorfeld direkt mit dem Berater in Verbindung zu setzen. Gemeinsam mit unseren Kunden machen wir den Prozess damit so schnell wie möglich.

 

3. Eigene Finanzierungsmittel und Liquiditätshilfen seit Beginn der Verschärfung der Corona-Krise

Schon seit Beginn der Verschärfung der Corona-Krise stehen wir mit eigenen Finanzierungsmitteln und Liquiditätshilfen für unsere Kunden bereit. Thomas Piehl: „Wir sind schon vor vier Wochen auf einzelne Kunden zugegangen und haben den Liquiditätsbedarf proaktiv angesprochen. Wir wollten nicht darauf warten, bis jedes Detail zur Abrufung der öffentlichen Mittel geklärt ist, sondern unseren Kunden in dieser Notsituation schon früher mit pragmatischen Lösungen unter die Arme greifen. Für alle Kreditentscheidungen seit dem 13.03.2020 ist es übrigens förderunschädlich, wenn wir bereits vorher Liquidität bereitgestellt haben.“

 

4. Unterstützung bei der Beantragung öffentlicher Hilfen

Wir unterstützen unsere Kunden auch dabei, aus der Vielzahl an öffentlichen Programmen das passende zu finden und helfen gerade jetzt mit maßgeschneiderten Lösungen. Dabei beziehen wir die öffentlichen Förderprogramme von Bund und Ländern in die Gesamtlösung ein und helfen außerdem aktiv bei der Antragstellung.

Seit Montag, 23.03., können die öffentlichen Fördermittel der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus dem „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ beantragt werden. Auszahlungen sollen ab dem 14.04.2020 möglich sein. Der Schutzschild umfasst Maßnahmen zum flexiblen Kurzarbeitergeld & Arbeitszeitregelungen, Liquiditätshilfen durch Steuerstundungen, eine unbegrenzte Hilfszusage für lückenlose Liquiditätsabdeckung sowie zur europäischen Zusammenarbeit.

Auch das Land Schleswig-Holstein und die Freie und Hansestadt Hamburg haben umfangreiche Schutzschirme auf den Weg gebracht. Konkret unterstützen neben den beiden Förderbanken IB.SH und IFB Hamburg auch jeweiligen Bürgschaftsbanken, die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg sowie die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein.

Thomas Piehl: „Unser Mittelstandsteam scannt die hereinkommenden Informationen der KfW und steht mit den jeweiligen Institutionen aus Schleswig-Holstein und Hamburg in engem Austausch. So gewährleisten wir, dass die jeweiligen Lösungen immer auch den höchsten Nutzen für die Kunden haben. Denn das ist es, worauf es jetzt und in den nächsten Wochen und Monaten ankommt.“

 

 

Vielen Kunden konnten wir bereits helfen – zwei Beispiele*

Andreas Franz (…) leitet den Garten- und Landschaftsbaubetrieb Grünland in Trittau. Im Frühjahr hat die Firma naturgemäß die umsatzstärkste Zeit des Jahres. „Deshalb ist die Coronapandemie ein gewaltiger Schlag ins Kontor“, sagt der gebürtige Hoisdorfer. Kunden hätten Aufträge im Gesamtwert von 80.000 Euro storniert oder zurückgestellt. Zudem würden bereits gestellte Rechnungen von Auftraggebern derzeit nur schleppend oder gar nicht bearbeitet, weil sich deren Mitarbeiter im Homeoffice sowie in Kurzarbeit befänden.

„Das sind finanzielle Ausfälle, die wir kaum kompensieren können“, erklärt Franz. Dünger, Saatgut und Pflanzen sind längst geordert und müssen jetzt gekauft werden. Für die 24 Fahrzeuge sind schon bald Versicherung und Steuern fällig. Vor allem aber trage er Verantwortung für zehn Mitarbeiter, die teilweise schon über Jahrzehnte zu seinem Team gehören. „Sie haben Familien, müssen Miete zahlen und Kredite tilgen, da kann ich sie nicht einfach in Kurzarbeit schicken“, so der 51-Jährige.

„Als erste Maßnahme haben wir sein Kontokorrent um 40.000 auf 80.000 Euro verdoppelt“, sagt Sparkassen-Berater Jörg Büttner. Als Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern könne Franz zudem aus dem Soforthilfefonds der Investitionsbank 15.000 Euro beantragen. Darüber hinaus will Franz einen KfW-Kredit von 140.000 Euro für fünf Jahre und Zinsen zwischen einem und 1,49 Prozent aufnehmen, um neue Sozialräume für seine Mitarbeiter zu schaffen.

„Wenn wir unsere Aufträge in Parks und Gärten schon nicht in vollem Umfang abarbeiten können, sollten wir die Zeit nutzen, um in der Fahrzeughalle mit einer zweiten Ebene Platz für einen größeren und schöneren Aufenthaltsraum zu schaffen“, erläutert Andreas Franz seine Pläne.

 

Mit großen Herausforderungen sieht sich auch Jörn Kind konfrontiert. In seinem Reinbeker Dienstleistungsunternehmen für Gebäudereinigung und Hauswartservice mit einem Jahresumsatz von fünf Millionen Euro beschäftigt er mehr als 350 Mitarbeiter, darunter viele Teilzeit- und Geringbeschäftigte.

„Wir reinigen unter anderem 20 Schulen und 15 Kitas, von denen die meisten geschlossen sind oder nur eingeschränkt genutzt werden, sowie viele Büros, in denen wegen der Coronapandemie momentan nicht gearbeitet wird“, berichtet Kind. Deshalb verzeichne die Firma eine Fülle ausbleibender Zahlungseingänge. „Allein im Februar haben sich die Außenstände auf 110.000 Euro summiert“, so der Geschäftsführer.

Obwohl er rund ein Drittel seiner Belegschaft beurlauben musste, seien die Vorauszahlungen für die Sozialversicherungsbeiträge nicht gestoppt worden. „Hätte man darauf in solchen Krisenzeiten verzichtet, würde das den Unternehmen sofort mehr Liquidität sichern“, sagt Kind. Nun hofft er auf einen günstigen KfW-Kredit über 350.000 Euro. Um zumindest die Lohnneben- und Perso-nalkosten sichern zu können. Damit auf diese Weise ein massiver Personalabbau innerhalb der nächsten drei Monate verhindert werden kann.

Mit bundesweit 700.000 Mitarbeitern seien Gebäudereiniger nicht nur das Handwerk mit den meisten Beschäftigten, sondern durch dessen Tätigkeit in Krankenhäusern, Rehakliniken und Arztpraxen auch ein systemrelevantes. „Deshalb erwarte ich, dass wir jetzt die finanzielle Unterstützung erhalten, die wir dringend brauchen“, sagt Jörn Kind.

„Wir als Sparkasse Holstein werden alle Möglichkeiten der Förderprogramme von Bund und Ländern prüfen, um maßgeschneiderte Lösungen zu finden“, sagt Berater Lars Gröncke zum Abendblatt. Dabei stehe das Kreditinstitut auch mit eigenen Finanzierungsmitteln und Liquiditätshilfen bereit.

 

*Text und Bilder: Hamburger Abendblatt – Stormarn / Redakteur Lutz Kastendieck/ E.T. 28./29. März 2020. // https://www.abendblatt.de/region/stormarn/article228793057/Wie-Banken-Stormarner-Firmen-in-der-Coronakrise-helfen.html

 

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